Recruiting von Fachkräften, Spezialisten und Führungskräften für die Bauindustrie

Warum niemand mehr Bewerbungen schreibt und der Rücklauf auf Stellenausschreibungen weiter abnehmen wird… Das Recruiting steht nicht nur in der Bauindustrie vor großen Herausforderungen. Diese Tatsache kann nicht ausschließlich mit dem demografischen Wandel begründet werden. Natürlich ist es richtig: Wo weniger junge Menschen nachwachsen, die Berufe aus dem Bauwesen erlernen und gleichzeitig die geburtsstarke Generation immer älter wird, entsteht ein Fachkräftemangel. Und wo kein potentieller Kandidat auf der Suche ist, kann auch kein Kandidat eine Bewerbung für die Bauindustrie schreiben.

Das ist allerdings nicht der einzige Grund für den Rückgang der Bewerbungen. Es gibt weitere gesellschaftliche Trends, die dazu führen, dass die Zahl an Bewerbungen weiter zurückgehen wird.

Was ich im Folgenden Beschreibe sind Thesen, die wir aus unseren täglichen Gesprächen und Interviews mit Kandidaten aus dem Bauwesen und der Bauindustrie gesammelt haben:

Zunächst sind es die Menschen gewohnt, alles nach Hause geliefert zu bekommen. Niemand muss mehr raus und sich in ein Getümmel stürzen, um etwas zu bekommen was er braucht – bestellt wird per Klick. Das führt teils dazu, das Menschen, die mit ihrer Arbeit nicht zufrieden sind, ähnliches auch von einem neuen Job erwarten.

Die Kontaktaufnahme kostet Überwindung

Die Gesellschaftliche Gewohnheit zur persönlichen Kontaktaufnahme geht durch den Einzug der digitalen Kommunikationskanäle wie Whats-App, Telegram oder Facebook zurück. Für viele Menschen ist dieser Wandel zum normalen Alltag geworden. Vor diesem Hintergrund, dass selbst Bekannte und Freunde weniger kommunizieren, werden die Hürden die Kandidaten mit einer Bewerbungen verknüpfen, verdeutlicht.

Die Menschen warten ab in der Hoffnung, dass sich schon irgendetwas ergeben wird. „Passive Talents“ heißen solche potentiellen Interessenten im Recruiter Jargon. Wenn Sie ausschließlich Anzeigengestützt suchen, können Sie gar nicht wissen, dass es diese Kandidaten gibt. Diese Gruppe potentieller Kandidaten für die Bauindustrie macht sich nicht bemerkbar, weil sie nicht aktiv auf der Stellensuche ist. Diese Gruppe ist zumeist größer als erwartet und birgt damit ein hohes Potential. Fachkräfte, Spezialisten und Führungskräfte wie z.B. Bauleiter, Architekten, Kalkulatoren, Projektentwickler, Projektleiter oder TGA-Ingenieure… Potentielle aber nicht aktiv suchende Kandidaten finden Sie in sämtlichen Berufen der Baubranche.

Wir bewerben uns bei den Kandidaten

Diese beschriebenen Trends verändern den Recruitingprozess maßgeblich und haben zudem starken Einfluss auf die Personalarbeit in den Unternehmen der Bauindustrie. Der Job vom reinen Personalverwalter hat sich zum Servicedienstleister für Bewerber weiterentwickelt. Für den Erfolg bei der Stellenbesetzung ist maßgebend, sämtliche Hindernisse, die auf dem Weg vom Erstkontakt  bis hin zur Vertragsunterzeichnung stören könnten, aus dem Weg zu räumen. Das gilt in der Zeit des Fachkräftemangels in der Baubranche sowohl für Fachkräfte, als auch für Spezialisten und Führungskräfte. Gute Kandidaten wählen heute aus einer Vielzahl an attraktiven Angeboten das Beste heraus. Einfühlsam am Telefon sein, bessere Beschreibungen des Tätigkeitsfeldes und persönlichere E-Mails sind wichtige Erfolgsfaktoren. Der Bewerber soll sich respektiert und ernstgenommen fühlen.

Ausblick

In den folgenden Blog Artikeln möchten wir Lösungsansätze aufzeigen, diesen Trends entgegenzuwirken bzw. sie für sich zu nutzen. Seien Sie gespannt…